Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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Hardenberg-Abend - Feedback
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Michelle ist offline Michelle  
26.11.2012 - 19:30
Michelle`s alternatives Ego
Mitglied seit 03.12.2005
Forenhauptdarsteller
Mitglied
Forenbeiträge: 179
So, dann will ich auch mal Feedback geben.

1. Wie gefiel es Euch insgesamt und wie ist Euer persönliches Fazit des Abends?
Die Spieldichte an dem Abend war toll und ich habe bei vielen schönes Spiel beobachtet. Ich hätte gerne noch das eine oder andere Gespräch geführt, aber dazu hatte ich schlichtweg keine Zeit, obwohl die Gastgeber dankenswerter Weise nicht allzu viele Programmpunkte hatten. Den bereits mehrfach angesprochenen Vorfall einmal ausgenommen, war der Abend gelungen.

2. Wie würdet Ihr die vorherrschende Atmosphäre und Stimmung beschreiben, die Ihr wahrgenommen habt? Wie hat sie sich für Euch in den verschiedenen Phasen des Abends entwickelt?
Der Abend war politisch, die Stimmung habe ich die meiste Zeit als angespannt, teilweise auch aggressiv empfunden. Hinzu kam das eine oder andere Überraschungsmoment, wie etwa der Heiratsantrag oder Sophies Erscheinen.

3. Wie gut seid Ihr ins Spiel gekommen und ist es Euch leicht gefallen, in der Rolle zu bleiben?
Ich bin sehr gut in die Rolle gekommen, was auch der Begrüßung mitsamt dem „Willkommenstrunk“ geschuldet ist. Hin und wieder bin ich kurzzeitig aus der Rolle gefallen, was zum einen an der Szene im oberen Raum und zum anderen daran lag, dass ich doch ein wenig nervös war wegen des Auftretens des Ältestenrats. Danach bin ich jedoch immer wieder gut ins Spiel gekommen.

4. Hattet Ihr das Gefühl, das der Aspekt des persönlichen "Horrors" (Bedrohung usw.) bei Euch und im Spiel insgesamt zum Tragen kann?
Die Bedrohung durch Geister und Zombies ist bei Michelle aus IT-Gründen nicht angekommen (an dieser Stelle noch mal danke an die NSC, dass ihr das so konsequent umgesetzt habt), dennoch hatte sie ihre eigenen Horror-Momente. Auch so einige Szenen, die ich beobachten konnte, haben zu der bedrohlichen Stimmung beigetragen. Da waren einige schön ausgespielte Szenen dabei.

5. Wie fandet Ihr die Lokalität? Hat sich die Räumlichkeit stimmungsmäßig auf Euer Spiel ausgewirkt? Ist Euch das wichtig für Euer Spiel?
Wie schon beim letzten Mal fand und finde ich die Lokalität insbesondere für einen Hardenberg-Abend sehr passend. Schön, dass ihr sie wieder bekommen habt.

6. Was fandet Ihr gut? Was fandet Ihr weniger gut?
Gut:
- Die Lokalität
- Die NSC
- das schöne Spiel in so manchen Szenen, die ich hatte oder beobachten durfte

Weniger gut:
- Ich würde mir wünschen, dass sich der Raucherbereich nicht mehr direkt neben dem Abstellraum für unsere OT-Sachen befindet. Jacke und Rucksack stinken noch immer so sehr nach Zigarette, dass ich sie heute nicht nutzen konnte.
- Die bereits mehrfach angesprochene Szene, die oben dann vollends aus dem Ruder lief, war in mehrerer Hinsicht ein Tiefpunkt und ein absolutes No-Go. Das war zu gefährlich, spielerisch sehr frustrierend und OT einfach nur ärgerlich, da die Kleider mehrerer Beteiligter Schaden genommen haben. Etwas Derartiges habe ich beim TdV zuvor noch nicht erlebt und ich denke und hoffe, dass sowas nicht noch mal passiert.
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Marek ist offline Marek  
02.12.2012 - 13:26
Mitglied seit 13.11.2012
Forenzuschauer
Forenbeiträge: 1
Nun also auch ein kleines Feedback von mir zum vergangenen TdV Abend. Wie viele schon unterstellt/bemerkt haben war es bei weitem nicht meine erste Vampire Live Veranstaltung, aber es war nach Jahren des neugierigen beobachtens der erste Besuch beim Theater der Vampire.

Ich werde in diesem Posting nur auf den Spielabend konkret eingehen und meine generellen Eindrücke vom TdV-Setting und dessen Umsetzung erstmal außenvor lassen. Mirko hat angeregt, das ich dazu in einem separaten Posting nochmal ausführlicher etwas schreibe. Deswegen will ich mich in diesem Thread, der bewusst nicht auf Diskussion ausgerichtet ist den Fokus auf die Eindrücke von diesem Abend im konkreten legen.

Für jene die mich noch nicht kennen, auf dem Hardenberg Abend war ich in der Rolle des Einzelgänger Vampirs Marek vertreten. Dieses Feedback steht aber nicht gänzlich für mich allein, sondern fängt auch die Eindrücke meiner Begleitung Flora ein.

Ich orientiere mich für die konkreten Eindrücke des Abends tatsächlich mal formgemäß an den vorgegebenen Fragen.
Dabei bemühe ich mich möglichst offen, und ggf. auch schonungslos zu formulieren. Gleichzeitig will ich aber vorwegschicken das unser genereller Eindruck des Abends eher positiv war und wir durchaus sehr viel Spaß beim TdV gehabt haben. Sehr also alles was ich schreibe bitte als konstruktive Anregungen und nicht als üblen Verriss.


1. Wie gefiel es Euch insgesamt und wie ist Eurer persönliches Fazit des Abends?

Wir hatten sehr viel Spaß und zahlreiche tolle Spielmomente. Es war bei weitem besser als ich es erwartet hätte. Dies lag zum Teil aber auch an einer bewusst niedrig gesetzten Erwartungshaltung um eine Enttäuschung zu vermeiden. Das klingt jetzt möglicherweise fataler als es gemeint ist. Insgesamt war der Spielabend für uns ein sehr angenehmes Erlebnis. Diesen Eindruck kann auch alles andere was ich hier schreiben werde nicht schmälern.


2. Wie würdet Ihr die vorherrschende Atmosphäre und Stimmung beschreiben, die Ihr wahrgenommen habt? Wie hat sie sich für Euch in den verschiedenen Phasen des Abends entwickelt?

Die Stimmung des Abends war sehr zwispältig.
Einerseits wurde versucht ein recht plumpes Horrorgefühl zu erzeugen, was in meiner Wahrnehmung nur mäßig gelungen ist. Wenn das Ziel nicht darin lag dann empfinde ich diesen Eindruck als nocht fataler. Das was hier gemeinhin als Grusel beschrieben wurde hat auf diesem Geisterbahn Niveau wenig in einem Vampirspiel zu suchen.
Andererseits war das sozialspiel durchaus in sich konsistent und es wurde eine schöne Atmosphäre vermittelt. Leider an vielen Punkten mehr Richtung "Dark Fantasy in Abendgarderobe" als in Richtung "Vampir-Setting". Wirklich vampirische Momente waren eher rar gesäht, was ich Schade finde bei einem Spiel das seinen Fokus eigentlich darauf legt. Man könnte das Thema des Vampirischen noch/wieder mehr schärfen.
Postitiv herausgestochen ist tatsächlich der totale Stimmungswechsel mit dem Auftritt von Sophie. Die plötzliche Spannung im Raum war in ihrer Gegenwart fühlbar. Da haben Optik, Darstellung und Mythos der Figur eine perfekte Einheit gebildet die einfach toll zu erleben war.


3. Wie gut seid Ihr ins Spiel gekommen und ist es Euch leicht gefallen, in der Rolle zu bleiben?

Wir sind sowohl gut in die Rolle gekommen, und hatten eigentlich keine Offstage Momente. Das lag sicher auch vornehmlich daran das wir schon aufeinander eingespielt waren. Generell kommt man beim TdV sehr leicht ins Spiel. Wirklich tiefes Rollengefühl zu entwickeln würde in dem Setting und der vorhandenen Gesellschaftsstruktur bei einer Figur für die man noch kein Gefühl hat aber sicher mehr als einen Abend dauern. Mir ist es nur einmal wirklich passiert das ich aus dem laufenden Spiel heraus Offstage angesprochen wurde (bzw. jemand etwas das er gesagt hat mit einem Offstage Kommentar ergänzte), ich weiß aber nichtmal mehr was das genau war. So störend kann es also nicht gewesen sein, auch wenn es in dem Moment ein kurzes "Och nee!" in meinem Kopf hervorgerufen hat.

Zwei Außnahmen seien dabei genannt. Einmal die permanente Raucherecken Offstage Blase. Dazu unten mehr.
Zum zweiten die Geister-Ereignis-Gaben-Karte die Flora abbekommen hat. Diese hat uns zwar nur bedingt aus dem Spiel gerissen, und der Effekt hat das Spiel sogar bereichert, aber der kurze Off-Moment in dem 4 Leute ratlos herumstanden bis sie das Kärtchen gelesen hatte war etwas störend.
Ein Tipp: Gerade bei Geistern kann man den Effekt wunderbar verbal (sogar im Spiel!) vermitteln. Eine verbale Einflüsterung des Geistes bei ihr die den Effekt auslöst hätte den Moment um einiges creepiger gemacht als ein ausgedrucktes Kärtchen das man in der Dunkelheit des hinteren Raumes kaum lesen konnte.

4. Hattet Ihr das Gefühl, das der Aspekt des persönlichen "Horrors" (Bedrohung usw.) bei Euch und im Spiel insgesamt zum Tragen kann?

Ich habe in keinem Moment des Abends wirklich persönlichen Horror erlebt. Das liegt nicht daran das es die Möglichkeiten diesen zu erleben im TdV nicht gäbe, sondern das es am ersten Abend einfach kaum möglich ist die Spieldichte zu erreichen die dafür notwendig war. Der Raum diesen zu Erleben ist langfristig auf jeden Fall da. Hängt aber wohl massiv von den Spielpartnern ab.
Generell habe ich in den Feedback-Postings hier aber das Gefühl das oft Persönlicher Horror mit normalem Horror verwechselt wird. Tatsächlich hat beides nichts mit sich gemein. Es gab durchaus Horror Elemente auf dem Abend (Aperitif, Geister-Zombies), diese bewegten sich aber leider eher in der Stoßrichtung schlechter Trash-Filme. Mit persönlichem Horror wie er eigentlich gemeint ist hat das aber wenig zu tun.
Momente der Bedrohung (in der Frage als Beispiel angeführt, für mich aber auch kein Aspekt des Persönlichen Horrors), hatte ich in den Szenen in denen ich bewusste (teils auch physischere) Konfrontationen eingegangen bin durchaus kurzzeitig. Danke an dieser Stelle an die Darsteller von Tommy, Lothringus und Sin. Ich hatte vor dem Abend befürchtet mit meinem Konfliktfokussierten Spielstil in ein Gabenfeuerwerk zu geraten und war positiv überrascht und dankbar das es in keiner der Spielszenen mit euch dazu gekommen ist das wir die Auseinandersetzung auf Gaben-Ebene zuende austragen müssen.
Für den Fall das es jemanden interessiert referiere ich vor dem nächsten Spieltermin an dem ich da bin auch gerne mal 5 Minuten (unter einem kurz und bündig credo) darüber was den tatsächlichen, persönlichen Horror ausmacht.

5. Wie fandet Ihr die Lokalität? Hat sich die Räumlichkeit stimmungsmäßig auf Eurer Spiel ausgewirkt? Ist Euch das wichtig für Euer Spiel?

- Die Location ist eigentlich ideal für ein Vampire Live Rollenspiel. Das Gewölbe strahlt eine solide Grundstimmung aus, ist von der Aufteilung wunderbar.
- Die trashige Halloween Deko könnte man beim nächsten mal zweifellos entfernen. Ich spiele Live Rollenspiel damit ich mir nichts vorstellen muss. Die Plastikspinne ist da ein Stilbrucht und wird für mich auch im Spiel IMMER nur eine Plastikspinne sein. Als solche muss ich sie aber aus der Rolle heraus als massiv trashig empfinden. Dabei geht mir dann aber das Vampirgefühl abzwinkern
Mir ist sie zum Glück nicht aufgefallen (es sei denn man hat mich bewusst darauf aufmerksam gemacht, was nur einmal ganz am Anfang geschehen ist), was aber daran liegt das ich sehr auf Personen fokussiert spiele und die Location für mich nur sehr viel von der Grundstimmung ausmacht. Genau in dieser Ausstrahlung der Location ist sie aber top.
- Das Potential der Location wurde leider nicht gänzlich genuzt. Mit geringem Aufwand hätte man da noch einiges mehr rausholen können.
- Wenn man eine Bühne hat, warum hält dann nur der Gastgeber seine Ansprache von dort aus? Hätte die Bühne nicht dekotechnisch so gestaltet sein können das sie auch für die Ansprache der Ältesten nutzbar ist?! Beim nächsten mal kann man sich da durchaus einen Gefallen tun wenn man bei der Gestaltung/Dekoration solche Faktoren im Auge hat.
- Genial an dieser Location ist auch der Faktor das sie für verschiedene Mengen an Spielern geeignet ist, da man sicher ohne Probleme den groben Raum oben auch noch fürs Spiel nutzen könnte, und dann sogar die Gelegenheit hätte auf einem Abend zwei komplett verschiedene Settings umzusetzen. Ich sehe da eine gemeinsame Einladung zweier Häuser vor mir, bei der oben im einen Stil und unten im anderen Stil dekoriert ist.
- Die Wirtin und das Personal waren top und unglaublich freundlich. Das man die Thekenkräfte unten auch noch anspielen konnte war einfach schön. Diesen Luxus hat man sehr selten.
- Kurzum: Haltet euch die Location warm, supportet und nutzt siezwinkern

- Die Musik ist mir weder im guten noch im schlechten aufgefallen. Das ist insofern ein gutes Zeichen das sie nicht gestört hat. Gleichzeitig war sie für mich aber auch nicht Stimmungstragend gewählt. Es war sanfte Hintergrund-Berieselung bei der lediglich einmal aufgefallen ist das sie kurz gefehlt hat (an einem Punkt als es dramaturgisch keinen Sinn gemacht hat). Beim nächsten mal einfach auf die Checklist schreiben das man die Playlist auf Endlosschleife setzt.
Falls die Handy-Störgeräusche in den Boxen Teil der musikalischen Gestaltung des Abends waren eine Anmerkung: Nutzt bitte beim nächsten mal Störgeräusche und Verzerrungen die nicht bewusst Offstage Assoziationen wecken.

6. Was fandet Ihr gut?

- Als Neuspieler den Einstieg ins TdV zu finden wird einem von der Community sehr leicht gemacht. Man wird an allen Ecken und Enden angespielt. Wir dachten wir müssen uns unser Spiel suchen, aber es prasselte im Endeffekt dann von allen Seiten auf uns herein, so das man sich bewusst davon lösen musste um seine Agenda für den Abend zu verfolgen.
- Wir hatten beide eine große Summe schöner Spielszenen. Manche davon größer, andere kleiner, einige nur einen kurzen Moment lang. Ich hatte nie das Gefühl einen Spieler vor mir zu haben, sondern mir wurde weitgehend glaubhaft vermittelt mit interessanten Rollen und Charakteren zu interagieren. Danke an dieser Stelle nochmal an alle mit denen wir gespielt haben, es war uns ein Festzwinkern Ihr wisst ja das ihr gemeint seit.
- Unsere "Fremdenführerin" Astarte, die sich rührselig darum gekümmert hat uns den Hof zu erklären. Wir hätten uns kaum jemand besseren für den weitgehend wertfreien Crash-Kurs des Who-is-Who an unserem Tisch wünschen können.
Dank dir wussten wir nach 30 Minuten Spiel das wir mehr als ausreichend eingelesen und gebrieft waren um bedenkenlos in unserem Spiel ein wenig aufdrehen zu können.
- Das generelle Feeling auf dem Abend und wie mit uns im Spiel umgegangen wurde. Damit meine ich sowohl die Reaktionen auf die inhaltlich möglicherweise kontroversen Aspekte unserer Figuren als auch auf den Koffer. Ich bin gespannt was sich weiterführend ggf. da noch entwickelt und wer als erstes tiefer hinter das dringet was da noch verborgen liegt.
- Die teilweise sehr tollen Gewandungen der Charaktere. Bei manchen Figuren hatte man wirklich das Gefühl das der Gegenüber sich vom Mindset her auch wirklich mit der Epoche seiner Figur auseinandergesetzt hat.
- Der spontane Mini-Brunch am Sonntag mit Max und den Karlsruhern zu dem wir spontan eingeladen wurden. War eine tolle Gelegenheit sich auszutauschen, ein paar Eindrücke des Abends zu Feedbacken und super Gesellschaft während dem Warten auf die Abfahrt.


Was fandet Ihr weniger gut?

- Die Gastgeber des Abends waren weitgehend unpräsent. Von der Anfangsansprache und dem Schlussmoment abgesehen. Es gab weder Programm noch eine irgendwie durch den abend führende Form von Stimmungstragenden Elementen des Hauses Hardenberg. Abgesehen mal von den oben erwähnten, eher plumpen Horror Elementen. Das ist aber nicht Haus des Süßen Todes, sondern Haus der Geisterbahnzwinkern überspitzt ausgedrückt natürlich. Da hätte ich mir nach dem lesen der Beschreibung des Hauses auf der TdV Seite beiweitem mehr erwartet und war etwas enttäuscht.
- Die teilweise sehr "normalen" Gewandungen mancher Charaktere. Heftige Außreißer gab es nicht zum Glück, aber ich glaube da geht auch bei den "profanen" Rollen noch ein Stück mehr individualität und charakteristik. Auch hätte ich es schön gefunden die Epochen der Vampire in der Breite nicht nur im Outfit sondern noch mehr und bewusster gefühlt in der Geisteshaltung wiederzufinden.
- So gerne ich auch mit Sir Archibald gespielt habe: Die Ansprache vor versammelter Gesellschaft war viel zu lang (knapp 15 Minuten, ich habe zu Beginn auf die Uhr geschaut und noch gewitzelt das er hoffentlich nicht zu ausschweifend wird). Für die Größe der Gesellschaft viel zu viele Worte für die spärliche Aussage die dadurch leider massiv verwässert wurde. Hätte mir da deutlich mehr Prägnanz gewünscht. Das Eregebnis war massives Desinteresse der Gesellschaft. Hier wurde dem Auftritt aller Ältesten geschadet, weil ein großteil der Debatte danach bei den Zuschauern schon im Wunsch das es endlich vorbei sein soll ertränkt wurde. Was sehr bedauerlich ist.
- Die Szenerie um die Fechte die Vampire verletzten konnte. Egal wie das gelaufen ist und geklärt wurde, gleich ob nur Gerücht oder Wahrheit: Als das ganze sich begann im Raum herumzusprechen hätte es eine klare Aussage dazu im Spiel geben müssen (hier habe ich eine Ordo Arcanum Figur vermisst die das hätte tun können). Gleich was da dran ist, die Existenz der Waffe ist im Spiel so vermittelt worden und nicht mehr zu leugnen. Da soetwas aber das komplette Setting ad absurdum führt und die Balance der Spielwelt massiv stört sehe ich gerade im hinblick auf die logischen Konsequenzen die sich daraus für einen straight handelnden Charakter ergeben ein ernsthaftes Problem. Ich würde dringend anraten das auch im Spiel nochmal zu thematisieren und aufzuklären! Es sei denn man will das Selbstverständnis das eine Spontan-Vernichtung eben mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, und bestimmte Tricks und Kniffe notwendig macht, bewusst aufweichen.
- Das frühe Offstage. Wir waren um zwei Uhr gerade warmgespielt (aber wir sind auch Sessions bis zum Morgengrauen gewohnt). Ich hatte aber auch das Gefühl das es einige Leute gab die locker noch 1-2 Stunden hätten spielen können. Bei teilweise so langen Anreisewegen ist eine faktisch so kurze Spielzeit einfach schade.
- Daraus resultierend: Zu wenig Zeit um sich mit allen Leuten die interessant waren angemessen auseinanderzusetzen.
- Die Schlüsselszene um das Leertrinken von Sophie so dicht vor Offstage. So schön die Szene auch gespielt war: Ich empfinde es als ganz schlechten Stil eine solche Szene bewusst auf kurz vor dem Offstage-Gong zu legen, weil man damit allen anwesenden sowohl im emotionalen Spiel als auch taktisch die Möglichkeit nimmt darauf zu reagieren. Dramaturgisch absolut fatal weil sich die Stimmung des Moments nie wiederholen lässt, und die Eindrücke nichtmal richtig im Spiel nachhallen konnten. Von den Leuten die vielleicht direkt darauf hätten reagieren wollen mal ganz abgesehen. Soetwas bitte nicht mehr. Das bewusste, spieltaktische Nutzen von Offstage Umständen ist dem TdV einfach nicht würdig.
- Die permanente Offstage-Blase Raucherecke. Wenn man Offstage geht oder redet sollte man das an einem Ort tun wo man andere nicht aus dem Spiel reißt. Das da oben war leider einfach ein Ambiente Killer zu nah am Onstage Bereich.


Abschließend möchte ich nochmal allen Danke sagen mit denen wir an diesem Abend so tolle Spielszenen hatten.
Ich glaube da ist noch viel Luft nach oben. Und ich wäre neugierig wie sich das TdV für uns anfühlt, wenn sich der Reiz des Neuen ein wenig gelegt hat, und wohin sich das Spiel für uns entwickeln wird.
Die Chance auf ein Wiedersehen ist wohl durchaus gegeben.

Es bleibt mir zu hoffen das wir als Bereicherung für das TdV empfunden wurden und man unsere Andersartigkeit in manchen Aspekten als die Onstage Eigenschaft wahrgenommen hat die es sein sollte.
Letztendlich bleibt: seht bitte alles was ich geschrieben habe konstruktiv und nicht krittelig, verreißend. Denn konstruktiv ist es gemeint.

Ich werde versuchen wie oben angekündigt in einigen Tagen noch meine generellen Eindrücke zum TdV und zum Setting, losgelöst von diesem einen Abend in einem separaten Posting wiederzugeben.

bye aus Saarbrücken & Hamburg,
Stefan (aka Marek)
featuring
Stefanie (aka Flora)


Der Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Marek am 02.12.2012 - 13:26.
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lyra ist offline lyra  
02.12.2012 - 15:09
lyra`s alternatives Ego
Mitglied seit 28.11.2004
Forenregieassistent
Mitglied
Forenbeiträge: 649
Hallo Zusammen,

hier melde ich mich nochmal um ein paar der Kritikpunkte aufzugreifen.
Ich bzw. Wir nehmen übrigens wirklich niemandem übel was geschrieben wurde, im Gegenteil, wir danken für offene Worte, ich persönlich möchten aber trotzdem noch was dazu sagen. Ich möchte nichts "schön reden" oder mich groß Rechtfertigen, was uns angeht ist der Großteil des Abends genau so gelaufen wie geplant, das ich mich hier noch mal melde liegt daran das das Feedback öffentlich ist und so auch potenzielle Neuspieler es lesen können. Also nutze ich die Gelegenheit um eben einige Dinge anzusprechen die entweder aus der Notwenigkeit heraus entstanden sind, eben nicht zu vermeiden waren oder einen missverständlichen Eindruck erzeugt haben.

Deko: Ja die Deko war etwas "to much" das ist uns bewusst, wie schon erwähnt war es nun aber so das bis auf die Kerzen, Tischdecken und Rosen alles schon da war. Wir hatten leider weder die Zeit die Spinnen abzuhängen noch die trashige Folie. Der Rest allerdings muss ich sagen, gerade die Schädel und das Skelett waren dort durchaus passend und im Hinblick auf den ein oder anderen Charakter der bei uns im Haus rumschwirrt auch ohne Probleme mit dessen Humor vereinbar.zwinkern Ich hätte auch eigentlich gedacht das der ein oder andere darauf anspringt und zb fordert das der Kopf über der Theke abgehangen wird...

Programm/VIPs/Szenen: Das TdV kennt keine VIPs, die Rollen die so empfunden werden haben sich diesen "Status" erspielt, siehe Sophie.
Es gab an diesem Abend nicht eine "geplante Szene" alles was passierte entstand aus dem Spiel heraus, nichts war abgesprochen oder "geskriptet". Dazu gehört der "Auftritt" des Ältestenrates, Sophies erscheinen, die Erschaffung, das Austrinken von Sophie, usw. In jede Szene hätte jederzeit eingegriffen werden können, wenn das dann niemand tut können wir leider auch nichts machen.
Wir als Gastgeber wussten zwar das zb. der Ältestenrat evt. noch was sagen will, aber weder wann noch was, entsprechend konnten wir die Bühne nicht einbinden. Abgesehen davon fand ich es etwas zuviel verlangt die Musikanlage dort oben abzubauen.grosses Lachen

Wir haben diesmal mit Absicht auf Programm verzichtet, es war klar das der Abend gefüllt sein wird mit anderen Dingen, da wären Auftritte unsererseits nur störend gewesen. Wir haben sehr häufig erlebt wie der eigene Spielfluss zum erliegen kommt weil der Gastgeber gerade wieder einen der Programmpunkte abarbeitet. Deswegen haben wir lediglich Spielangebote gereicht wie eben die Geister, die Seelenspaltung usw. Wir wollten diesmal nur eine Plattform schaffen damit die brodelnden Vulkane die sich im letzten Jahr so aufgebaut haben endlich entladen konnten.
D.h. auch, die Szene mit Sophie kurz vor Ende war so nicht geplant, die Idee gab es zwar vor dem Spiel schon, dass diese Sache aber tatsächlich durchgezogen wird wurde erst einige Minuten vor der Szene entschieden. Das direkt der Offstage Gong hinterherkommt war nicht geplant.

Musik: Die Musik war als Hintergrundgeplätscher geplant, das Handystörgeräusch war natürlich nicht so gedacht. Das lag an meinen (billigen) PC Boxen die wir für das Ritual aufgebaut hatten da wir die Geräuscheffekte die dazu geplant waren zusätzlich zur Musik haben wollten und über ein Handy abgespielt haben, das eben diese Konstellation am Anfang für diese Geräusche gesorgt hat war also ein versehen.

Horror: Uns ist bewusst das wir mit dem Setting das wir geboten haben ehr Geisterbahnfeeling heraufbeschworen haben, es lag aber auch nicht in unserer Absicht subtilen persönlichen Horror zu verbreiten. Wir wollten Ekel erzeugen, Verachtung, von Anfang an, wir wollten mit dem Brückenpfeiler die Rollen davon abhalten sich wie Zuhause zu fühlen, vermeiden eine fröhliche, ausgelassene Stimmung aufkommen zu lassen.

Ich könnte das so fortführen, möchte aber abschließend einfach nochmal betonen das ich die Kritik verstehen kann, auch (oder besser gerade) die von Shadom und Marek, wir sind jedesmal wenn wir uns die Mühe machen den Gastgeber zu machen auf "schlechtes Feedback" vorbereitet, ich hätte mir allerdings gewünscht das einmal jemand bei uns nachfragt zu dem ein oder anderen Punkt, sei es zu den vielen Missverständnissen die Shadom aufgesessen ist oder eben auch anderen Dingen die Marek anspricht die offenbar auf Annahmen beruhen...

LG Dani

p.s.: Sorry fürs OT... Diskussionen dazu können wir ja vielleicht in einem anderen Thema oder per PN führen, falls da Bedarf besteht.zwinkern
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Lawrence ist offline Lawrence  
RE: Hardenberg-Abend - Feedback 02.12.2012 - 17:40
Lawrence`s alternatives Ego
Mitglied seit 31.05.2005
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Forenbeiträge: 301
Nach langer Zeit auch mal ein Feedback-Beitrag von mir ...

1. Wie gefiel es Euch insgesamt und wie ist Eurer persönliches Fazit des Abends?

Alles, was mir nicht gefiel, war Post-Event. In einer IG-ASngelegenheit wurde ich mal OOC angesprochen, was ich nicht so prickelnd fand, aber sonst gefiels mir gut.

2. Wie würdet Ihr die vorherrschende Atmosphäre und Stimmung beschreiben, die Ihr wahrgenommen habt? Wie hat sie sich für Euch in den verschiedenen Phasen des Abends entwickelt?

Die Lokation ist natürlich splendibel, aber übermäßig angewidert fand ich mich nicht - man gewöhnt sich letztlich auch an die Hardenberger, und Vampire haben wahrscheinlich im fortheschrittenen Alter andere Hemmschwellen. Da, wie ich Danis Zeilen entnehmen konnte, es auch nur ein grobes Konzept gab und vieles spontan geschehen ist, gab es natürlich auch keinen dramaturgisch durchkonzipierten Ablauf und entsprechend keine echte Entwicklung. Es ging ja mehr um das Statement, wobei Sophies Auftritt definitiv das Highlight setzte.

3. Wie gut seid Ihr ins Spiel gekommen und ist es Euch leicht gefallen, in der Rolle zu bleiben?

Gut und leicht, wie immer. Aber Lawrence ist fast wie ein Handschuh für mich.

4. Hattet Ihr das Gefühl, das der Aspekt des persönlichen "Horrors" (Bedrohung usw.) bei Euch und im Spiel insgesamt zum Tragen kann?

Mein persönlicher Horror als Spieler (und zum Teil auch als Charakter) war in der Tat das völlige Desinteresse des Hofs an der Politik, die seine Geschicke bestimmt, und das inzwischen fast völlige Fehlen an Respekt gegenüber den Ältesten. Das kann auf Dauer nicht gutgehen, da muß etwas geschehen. Diese Wahrnehmung hat mich letztlich auch dazu gebracht, etwas umzusetzen, was mir eigentlich erst am Abend zuvor so in den Sinn kam (sorry to spoil your party, Archie.zwinkern ) - und was, genaugenommen, die Folge einer Art von "persönlichem Horror" Lawrences außerhalb der Bühne, im Vorfeld, war.

5. Wie fandet Ihr die Lokalität? Hat sich die Räumlichkeit stimmungsmäßig auf Eurer Spiel ausgewirkt? Ist Euch das wichtig für Euer Spiel?

Mir sind Räume, die das nötige Ambiente haben und den Rahmen geben in der Tat sehr wichtig. Manche falschen Details, wie Riesen-Gummispinnen, blende ich weg, das macht mir dann nichts. Aber Turnhallen-Feeling macht mich krank und erschwert mir das Spiel enorm. ^^

6. Was fandet Ihr gut? Was fandet Ihr weniger gut?

Gut: Die Lokalität, das Spiel mit einigen Spielern im Detail, Sophies Auftritt.

Weniger gut: Dass der Auftritt der Loge nicht auf die Bühne verlegt wurde, was dramaturgisch ungeschickt war; dass - wie üblich - nicht mit all denen gespielt werden konnte, mit denen ich spielen mochte - aber dazu reicht die Zeit selten, und irgendwas kommt immer dazwischen (bin ich der einzige Älteste an dem Abend, der kein Gespräch mit Marek hatte? Ich glaube schon). Na ja, und natürlich die nicht spielbezogene Überraschung hinterher.
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abraxas ist offline abraxas  
05.12.2012 - 16:27
abraxas`s alternatives Ego
Mitglied seit 16.11.2004
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Mitglied
Forenbeiträge: 396
So kein feedback aber da ich auch inzwischen Wochen nach dem Spiel noch gefragt wurde,
NEIN ich war nicht der Geist von Demian sondern ein ganz anderer. Wer mich gefragt hat weiß auch wer.
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Theater der Vampire - Vampire Live - von M. Schroeder
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