Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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1.2. Erwählte - Auf schmalem Grat Seite 1 von 2

"Welchen Unterschied gibt es zwischen uns, außer einem rastlosen Traum, der meiner Seele folgt, aber fürchtet, dir nahe zu kommen?"
(Kahlil Gibran)

Ich befinde mich am Scheidepunkt. Hier wird es sich entscheiden. Ich stehe an der Schwelle, nur ein kleiner Schritt und ich tauche ein in eine Welt hinter dem Vorhang der Nacht. Und genau dieser kleine Schritt ist so schwer...
(Chantal, Erwählte des Hauses Lucius)

Es ist wie eine Droge, all diese Pracht und all diese Aufmerksamkeit. Lucia hatte mich nicht darauf vorbereitet, als sie mich zum ersten Mal mitnahm auf eines der Feste. Ich hatte das Gefühl, bestaunt zu werden, beachtet, ja bewundert. Sie behandelten mich fast wie eine Prinzessin. Aber, glauben sie mir, alles hat seinen Preis. Ob ich jemals tauschen möchte?
Nein, danke, ich habe noch ein eigenes Leben. (Julia, Erwählte von Lucia, Haus Noctis)

Es ist ein einfaches Geschäft. Er braucht meine Dienste. Und ich mache den Job. Keine Ahnung, warum gerade ich, aber sowas hinterfragt man besser nicht. (Richard, Persönlicher Sekretär und Leibwächter des Marcus) Unglaublich! Sie sind fleischgewordene Geschichte, Augenzeugen der Ewigkeit. All dieses Wissen, all diese Erfahrungen! Es ist ein schieres Wunder, gerade für einen offenen Forschergeist, wie den meinen.
(Wolfhardt Speer, Haushofmeister des Hauses Chronos)

Sie ist so unschuldig, ihre Gedanken sind so unbekümmert in dieser feindlichen und für sie völlig fremden Welt. Was könnte ich anderes tun, welchen besseren Sinn könnte ich meinem Leben geben, als es ihr zu widmen, sie zu lieben und sie zu beschützen?
(Gabriel, Gefährte von Camilla)

Wir sind Auserwählte, vom Schicksal und von den Engeln der Nacht dazu ausersehen, unter ihnen zu wandeln, teilzuhaben an ihrem Leben und ihren Festen. Es ist so schön, so herrlich, so ergreifend. Es ist wie eine Leidenschaft, ein tiefes, rotes Verlangen. Wenn ich nur treu und loyal genug bin, werde ich eines Tages den Dunklen Kuss erhalten.
Eines Tages.
(Juliette, Tochter des Lebens des Hauses der Schatten)

Wir stehen in einer großen Tradition, die schon Jahrhunderte alt ist. Meine Familie hat meinem Haus seit mehr als 100 Jahren gedient und es hat sich für uns mehr als einmal ausgezahlt. Ich bin mir der Verantwortung meiner Aufgabe voll bewusst, so wie mein Vater und mein Großvater vor mir.
(Karl, Majordomus des Hause Lucius)

Warum ich das hier mache? Kindchen, sei doch nicht dumm...wir werden schliesslich alle nicht jünger. Und Vampir hin oder her...nur Marlene verspricht mir eine Chance auf Unsterblichkeit.
(Stella, Muse der Marlene, Haus Vinzenco) 

Ich war immer schon ein Grenzgänger, einer der leicht auf dem Drahtseil balancierte. Für mich ist dieses Wandeln auf der schmalen Kante zwischen ihrer Welt und unserer Welt daher nur natürlich.
(Harald, Erwählter des Raphael, Haus der Dämmerung)

Ich beobachte.
Ich schweige.
Ich warte.
Bis die Nacht der Rache kommt.
(Thomas, Erwählter der Claudia)

Dieses Talent macht mich zu etwas Besonderem. Das war der Grund, warum ich erwählt wurde. Ich würde gerne mehr darüber wissen, mehr daraus machen - und das kann ich nur hier, nur durch die Vampire.
(Silvana, Seherin des Hauses der Schleier)

Das ist eine ganz einfache Gleichung. Der Vampir ist ein Wesen der Dunkelheit, der Vergangenheit. Ich aber bin ein Wesen des Lichts und der Gegenwart. Er braucht mich um eine Verbindung zum Leben und zu dieser Zeit aufrechtzuerhalten, da nur ich das Talent habe, durch den Schleier zu blicken. Ohne mich wäre er nichts, nicht mal eine Erinnerung. Erst in mir findet er den Beweis seiner Existenz. Zusammen bilden wir ein Ganzes. Glauben Sie, das wüßte er nicht?
(Christopher, Freund und Weggefährte von Alexander, Haus der Fächer)

Mein Meister...ohja....mein Meister ist gut zu Ivan. Viel besser als die anderen Herrn zu ihren Dienern...ohja! Mein Meister ist gut zu Ivan.....straft Ivan nur, wenn Ivan Dummes tut...mein Meister hat Ivan gern....ohja... Ivan passt ja auf....kenne alle Wege in der Zuflucht meines Meisters.....bewache meinen Meister am Tag. Wenn mein Meister nicht gut zu Ivan wäre, würde Ivan vielleicht einmal dumm sein und die Sonne würde hereinkommen, wenn mein Meister schläft. Aber mein Meister ist ja gut zu Ivan....ohja... (Ivan, Diener von Baron Dimitri Harkow, Haus Tepés)

Erwählte sind jene Geprägten, die den ersten Schritt in die Dunkelheit getan haben.

Sie wurden von einem Vampir erkoren, als Gefährte oder Begleiter an seiner Seite zu sein und vielleicht einmal selbst den Dunklen Kuss zu empfangen. Erwählte sind diejenigen, die hinter den Vorhang blicken dürfen, die den Tanz des Todes mittanzen und ihre ersten Schritte am Hof der Nacht getan haben.

Der Ursprung

In den alten Zeiten waren die Erwählten diejenigen, die von einem Vampir ausgewählt wurden, um irgendwann den Vorhang der Nacht zu durchschreiten.

Um ihre Eignung zu prüfen und um den Segen der Ältesten einzuholen, war es üblich, dass man seinen Erwählten in die Gesellschaft einführte, ihn regelrecht präsentierte, um dafür Anerkennung, ja Bewunderung zu ernten und um herauszufinden, ob er als Nachkomme geeignet sei.

Für eine Erwählung kommen nur jene Menschen in Betracht, die aufgrund einer Laune des Schicksals oder mystischer Vorhersehung die Gabe haben, hinter den Schleier zu blicken und nicht vom Vergessen beeinträchtigt werden.

Da es immer nur wenige geeignete Geprägte gab, war es stets ein schwieriges Unterfangen, einen passenden Kandidaten zu finden. Nicht nur das, die Vampire konkurrierten häufig um besonders vielversprechende Geprägte, umgarnten sie und warben sie einander ab.

Daraus wurde im Laufe der Zeit eine regelrechte Prestigefrage, als manche Häuser damit begannen, sich gegenseitig darin zu übertreffen, besonderes zahlreiche und beeindruckende Geprägte zu erwählen. Um sich gegen solche feindlichen Angriffe zu wehren, begannen viele Häuser damit, ihre Erwählten einen Bluteid leisten zu lassen, um sich ihre Loyalität zu sichern.

A
us der Konkurrenz um die Erwählten entsprangen unzählige Feindschaften, Intrigen und Machtkämpfe.

D
as Ansehen eines Vampirs und seiner Familie ergibt sich auch heute noch aus der Zahl und Qualität seiner Erwählten, aus der Größe seines Gefolges. Erwählte, vor allem diejenigen, die einen Bluteid geleistet haben, gelten als Teil des Hofstaats eines Hauses. Der Versuch einen Erwählten, der einen solchen Eid geleistet hat, "abzuwerben" wird als aggressiver und feindlicher Akt betrachtet.


Datum:   22.06.2004
Autor:   Mercurius
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Theater der Vampire - Vampire Live - von M. Schroeder
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