Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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2006.02.25 - IV. Akt: Camillas Brief Seite 1 von 6

Louis, mein Herz!

Was soll ich sagen, wieder einmal hat Gabriel heute keine Zeit für mich, wie könnte es auch anders sein?
Ich bin einmal mehr maßlos enttäuscht, aber ich kann es nicht ändern.

Liebster, ich fühle mich hier so einsam und verlassen, ich weine jeden Abend, den ich hier an diesem schrecklichen Ort verbringen muss.

Verzeih, ich will nicht weiter klagen, denn ich habe nun einmal DIESE Entscheidung getroffen und nach dieser muss ich jetzt wohl leben.

Eigentlich will ich Dir von dem letzten Fest, dem „Bacchanal“, welches vom Hause Lucius vor einigen Wochen ausgerichtet wurde, berichten.

Um ehrlich zu sein, gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass dieser Abend, bis auf einige wenige, für mich persönlich erfreuliche Momente, schier unmöglich gestaltet war, so dass ich das „Fest“, welches Bacchus zu Ehren stattfand, vorzeitig verließ.

Gabriel sollte mich dieses eine Mal nicht begleiten, ich hatte schon, als ich die Einladung zu dieser Festivität erhielt, ein ungutes Gefühl und ich sollte mich nicht täuschen, daher war ich mehr als froh, dass Gabriel nicht zugegen, sondern in Sicherheit war.

Weshalb in Sicherheit, wirst Du im Verlaufe meiner Zeilen noch erfahren...

Zunächst durfte ich zu meiner großen Freude Monsieur Yussuf wiedersehen, dessen sanftmütiges Wesen mich schon auf dem Fest des Hauses Khaan im letzten November faszinierte.

Ich hoffte, dass er genauso unschuldig war, wie Gabriel es ist, so dass er mir vielleicht in Zukunft Gesellschaft leisten könne, wenn Gabriel keine Zeit hat.
Jedoch kam alles anders, als ich dachte...

Gerade, als dieses „Bacchanal“ genannte Fest eben so richtig begonnen hatte, verkündete das Schicksal in Form von Mercurius und drei weiteren Gestalten, die ich nicht beim Namen kannte, dass dieses Fest zwar Bacchus, dem Gott des Weines gebührte, jedoch sollte dieses Mal kein Wein, sondern Blut fließen, es sollte ein Opfer unter den Sterblichen geben!

Ich frage Dich: Zum einen, wie dumm muss man sein, um aller Öffentlichkeit ostentativ zu demonstrieren, WER wir sind, es verstößt ganz simpel gegen UNSERE Regeln und zum zweiten, wie geschmacklos ist diese „Geste“ ?!

Monsieur Yussuf sah mich mit ernster Mine an und fragte mich, was das ganze solle und wohin ich ihn hier nur gebracht hätte?
Ich blickte ihn hilflos an und antwortete ihm, dass ich ebenfalls keinerlei Ahnung hätte, was hier gerade geschähe, ich wusste nicht, was zu tun war, ich wusste nur, dass ich ihn beschützen würde, ihn und vielleicht noch jemand anderen...

Der ganze Raum war erfüllt von einer drückenden, angsterfüllten Stimmung, während die Schicksalsfiguren ihre harten Worte sprachen.
Ich war mir nicht sicher, ob ich ihren Worten Glauben schenken oder das ganze einfach bloß lächerlich finden sollte.

WER genau waren sie denn schon?

De facto sind sie genau wie WIR, sie trinken Blut und gehören einem gemeinsamen Orden an.
Konnte es nicht sein, dass sie nichts weiter waren, als Übermütige der UNSRIGEN, die sich hier einen derben Spaß erlaubten in ihren bunten Verkleidungen?

2006.02.25 - IV. Akt: Camillas Brief
Datum:   19.03.2006
Autor:   Camilla
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read more... Eine Zeit lang sah ich der Schwalbe zu, wie sie mit ihrem kunstvollen Tanze durch die Luft stach. Es schien beinahe, als würde sie in ihrer Unbekümmertheit geradewegs auf mich zu geflogen kommen. Doch...
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Theater der Vampire - Vampire Live - von M. Schroeder
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