Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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FAQ - Das Spielen von Zweitrollen
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Julian ist offline Julian  
FAQ - Das Spielen von Zweitrollen 23.11.2007 - 09:45
Julian`s alternatives Ego
Mitglied seit 02.03.2004
Forenregieassistent
Forenbeiträge: 371
Manchmal hat man vielleicht das Bedürfnis etwas anderes zu spielen um etwas Abwechslung zu bekommen, nicht immer die gleiche vielleicht griesgrämige oder abweisende Rolle zu spielen oder auch mal um die Möglichkeit zu haben "oben" mitzumischen oder mitzubekommen, was "unten" so passiert.

Das Theater der Vampire hat jedoch die Grundmaxime: Ein Spieler – Eine Rolle

Wieso?

Dafür gibt es eine Mehrzahl von Gründen.

1. Die Vermeidung von Verwechslungen.

Die meisten Rollen tragen nicht jedes Mal das gleiche Kleid und manchmal sogar etwas für die Figur untypisches, z.B. in einer Zeit von Trauer, wenn man Unwohlsein oder große Freude ausdrücken möchte, nach der Offenbarung, dass man eigentlich jemand anderes ist oder einfach, wenn man jemanden spielt, der eben nicht nur rosa Strickpullis oder nur Armani-Anzüge trägt.

Wenn man sich nun bei einer zweiten Rolle auch sehr viele Mühe gibt sie anders darzustellen, nicht nur in Wortwahl, Art zu Sprechen, Gehabe und Einstellung, sondern auch bereits in der Kleiderwahl (wobei man ggf. bei vorgegebener Abendgarderobe auch keinen zweiten Frack hat), so werden dennoch viele erwarten, dass sie die ursprüngliche Rolle vor sich haben und schlimmstenfalls mit einer Begrüßung aufwarten, wie „Was hat man denn mit Dir gemacht?" Darauf entgegnet man dann ein hüstelndes „Bitte, kennen wir uns?" um dann kurz in eine erklärende Off-Blase zu gehen. Je intensiver das Zweitkonzept gerade beim ersten Auftritt, desto störender ist das fürs persönliche Spiel und das der anderen.

In manchen Live-Verbünden wird diesem Problem dadurch begegnet, dass man Bändchen mit einer bestimmten Farbe um sein Kostüm trägt. Wir halten jedoch auch dies - nicht nur auf den späteren Photos, sondern auch für das
Ambiente des Abends selbst - für sehr unschön.

2. Das Trennen von Wissen

Selbstverständlich geht fast jeder davon aus, dass man Wissen gut trennen kann, einige sagen jedoch auch von sich, dass es ihnen Probleme bereitet.

Bei einer Spielerzahl unseres Umfanges jedenfalls ist es sehr schwer manches Wissen kontrolliert zu halten, wenn es eine weit größere Fluktuation gibt.

Bislang läuft die Politik einzelner Häuser beispielsweise immer noch so gut, dass es von Anfang an sprichwörtlich tödliche Geheimnisse gibt, die noch nicht gelüftet wurden. Wenn ich allerdings einen Vampir spiele in Haus X und einen Geprägten, der dann von Haus Y angeworben wird, ggf. in beiden Foren bin. Hausinterna (Gaben, Schwächen, Politische Intrigen) von beiden Seiten mitbekomme, wird dies das Spiel von jedem beeinflussen. Ggf. versucht man es eben zu ignorieren, ist dann aber, selbst wenn man einen sehr berechtigten Verdacht hat oder einem jemand ein Gerücht zuträgt sofort in der Verteidigungsposition, weil andere einem mangelndes Trennungsvermögen vorwerfen könnten. Man erfährt dies meist erst spät und um sich zu verteidigen und klarzumachen, wie legitim das eigene Spiel war, müsste man wiederum seine geheimen Kontakte preisgeben, etc. pp. Probleme sind vorprogrammiert.

Doch über diese prekären Situationen hinaus, an denen schon viele Domänen zugrunde gegangen sind, ist man auch ganz simpel selbst in der Verlegenheit sich parallel für zwei Rollen (neben dem Spieler selbst) zu merken, wen man bereits kennt und welche Informationen man über ihn hat. Jeder wird zustimmen, dass dies zumindest eine sehr
anspruchsvolle Aufgabe ist und man leicht durcheinander kommt.

Natürlich können solche Probleme auch beim Wechsel einer Rolle auftreten, weshalb jeder Tod oder jedes Hinfortgehen möglichst publikumswirksam inszeniert werden sollte, wenn man aber nun mit unserer Regel bräche und das Tor für ein paar Leute öffnete, hat selbstverständlich jeder den gleichen Anspruch sich ebenfalls Zweitrollen zuzulegen, was neben den genannten Problemen auch noch zu einem stark vermehrten Zeitaufwand für die Regie führte.

Bei kleineren Haustreffen wird ggf. mal ein Statist (Bedienung, Futter usw.) gebraucht, der nicht alles zu wissen braucht und den man vor der kleinen Spielerschaft ankündigen kann, aber das ist dann jeweils selbst dem Haus überlassen. Für die regulären Spieleabende möchten wir bei unser klaren Position und der eindeutigen Regel bleiben.

Für etwas willkommene Abwechselung soll im Februar wohl zum zweiten Mal ein One-Shot sorgen, bei dem man dann ja mal was ganz anderes spielen kann; wenn Ihr Anregungen braucht, wie und warum man vielleicht auch mal Eure derzeitige Rolle etwas aufpeppen oder anders spielen könnte oder wenn Ihr wirklich meint, mit Eurer derzeitigen Rolle keinen Spaß mehr zu haben und sie ablegen und was ganz Neues anfangen möchtet, fragt uns; und sonst nutzt
andere Chroniken für das Spiel anderer Rollen. Bei unserer Spielfrequenz wäre sonst ggf. auch jeder mit zwei Rollen je nur zwei Mal im Jahr da, wenn man noch einmal nicht kommen kann. Das ist auch für die Kontinuität des Spiels nicht gerade förderlich.

Abschließend sei noch mal gesagt, dass man auch mal aus der Rolle fallen kann und wenn Ihr keinen Weg dahin seht, gibt es neben eigenen Motiven auch immer noch das skripten kleiner Szenen und Effekte, Schicksalsschläge, etc. – Eure Rollen sind nämlich – wie Ihr – vielschichtige Persönlichkeiten, die nicht jedesmal gleich und vollkommen berechenbar funktionieren müssen!


Der Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Mercurius am 23.11.2007 - 10:58.
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Mercurius ist offline Mercurius  
Rollenwechsel 14.01.2009 - 07:30
Mercurius`s alternatives Ego
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In Ergänzung zu den obigen Ausführungen und im gleichen Geiste sei noch auf folgende Regelung hingewiesen:

Möchte jemand seine Rolle aus dem Spiel nehmen um beispielsweise zu Pausieren, so ist das problemlos möglich. Er kann, wenn er wieder ins Spiel einsteigt, mit der gleichen Rolle zurückkehren (entsprechende Onstage-Begründungen kann man sich ausdenken).

Wenn jemand seine Rolle aus dem Spiel nimmt und sich eine neue Rolle erschafft, ist die alte Rolle permanent aus dem Spiel. Es ist nicht möglich, seine alte Rolle "zu parken" - mit dem Spielen der neuen Rolle ist die alte Rolle vollständig abgelegt.

Allenfalls ist vorstellbar, dass eine solche, abgelegte Rolle nach Maßgabe der Regie für einen dramaturgischen Auftritt als Regiefigur nochmal erscheint.

Genauso sollte eine neue Rolle (gleich welcher Art) nicht in Verbindung zum alten Haus, zum alten Vampir oder alten Orden stehen, sondern sich nach Möglichkeit klar von der vorangegangenen Rolle und auch ihrem gesellschaftlichen Umfeld abgrenzen.


Der Beitrag wurde 3 mal editiert, zuletzt von Mercurius am 14.01.2009 - 07:30.
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