Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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Charta Familiae - Haus Nekhrun

Beiname des Hauses (falls vorhanden): Haus der Versuchung

Resonanzkarte: Sieben der Kelche

Wappen/Symbol: komplexes, mehrteiliges Wappen

Wahlspruch/Motto: „Der Edlen Nächte Lustbarkeit sei unser Weg in Ewigkeit“.

Konzept/Motiv/Idee: dekadente ausschweifende Aristokraten, sinnliche Häretiker, Philosophen des Abnormen, erotomane Poeten, kunstfertige Kurtisanen, verdrehte Romantiker, Sadomasochisten, eitle Verführer, lüsterne Intriganten, frivole Manipulatoren…

Konzept:

Ältester (mit Titeln): Nekhrun

Struktur/Hierarchie: Der Älteste herrscht über das Haus als eine Art absolutistischer Despot. Alle anderen Mitglieder stehen auf einer Stufe, wobei ihr Ansehen innerhalb des Hauses davon abhängt, wie hoch sie in der Gunst des Ältesten gerade stehen.

Einflussbereich: Amüsierbetriebe, Bordelle, Casinos, Restaurants sind die Lokalitäten, in denen man sie findet und wo sie auf die Jagd gehen.

Stammsitz/Zuflucht: Leise Stimmen munkeln, ein inzwischen verwaister ursprünglicher Stammsitz befände sich irgendwo in Frankreich… In den hiesigen Breiten beansprucht Haus Nekhrun offenbar die Vorherrschaft über die Stadt Duisburg und grenznahe Teile des Mülheimer Stadtgebiets.

Eigennamen für Dunkle Gaben: vorhanden

Bevorzugtes Element: vorwiegend Gefühl

Todsünde: vorwiegend Wollust

Besonderer Vorteil/Stärke: Nachkommen des Hauses Nekhrun werden von der Stasis und dem Anachronismus, der andere Vampire befällt, in deutlich geringerem Maße betroffen. Da sie sich scheinbar nicht vom eigentlichen Blut, sondern der darin innewohnenden lebendigen Leidenschaft nähren, bleiben sie buchstäblich ein stückweit am ‚Puls der Zeit’.

Auch erleben viele von ihnen dadurch ein sogenanntes ‚neues Morgenrot’ – eine Epoche, welche nicht die ihre ist, kann ihr Innerstes auf eine seltsame Weise ansprechen und berühren, so dass sie auch deren Einflüsse in ihrer Person verinnerlichen können. Dies kann sowohl modernere, als auch zurückliegende Epochen betreffen.

Besondere Beschränkung/Schwäche: Bekannt ist, dass sie nur sinnlich erregtes Blut ernährt. Es scheint, als ob jeder Vampir einem ‚Objekt der Begierde’ verfallen wäre. Die Angehörigen dieses Hauses tendieren dazu, gegenüber Personen (Vampiren oder Menschen), die ihnen Freude bereiten, nachgiebiger zu sein und sie glücklich sehen zu wollen.

Geheime Gabe: vorhanden

Stil:

Bevorzugte Kleidung: -

Typischer Stil: aristokratisch und/oder lasziv-aufreizend durch alle Epochen, auch Neues wird adaptiert

Material: Seide, Brokat, edles Tuch, Pelze, Leder, Metall, Lack, Latex

Farben (Hausfarben): schwarz, weiß, rot (hauptsächlich, aber nicht ausschließlich)

Schmuck: Stahl, Titan, Silber

Typische Accessoires: Gehstöcke, Gerten, Handschuhe, Fächer, Boas, Perlen, Ketten, Hals- und Armbänder, Siegelringe, stilisierte Symbole von Herrschaft und Gefolgschaft.

Erschaffungsprozedur: Bevor ein Erwählter den dunklen Kuss empfängt, muss er eine persönliche Queste erfüllen, die ihm von seinem Schöpfer auferlegt wird und seine Befähigung unter Beweis stellen soll. Beispiele dafür könnten sein: Einen Sterblichen binnen einer gesetzten Frist aus Liebe in den Selbstmord zu treiben, eine prominente Person durch einen Skandal zu ruinieren, ein Kloster in einen Sündenpfuhl zu verwandeln – oder aber auch einem Sterbenden eine unvergleichlich schöne letzte Zeit zu bereiten oder ein "gebrochenes Herz" zu heilen.

In jedem Falle soll die manipulative Kraft von Lust, Genuss, Emotionalität und Sinnenfreuden, sei sie positiv, bösartig oder auch noch so verdreht, demonstriert werden. Es besteht jedoch eine stärkere Tendenz zum Bösartigen und Perversen.

Ein festes Prozedere gibt es bei einer Erschaffung in diesem wandelbaren Haus nicht, nur einige gewisse Rahmenbedingungen sind traditionell überliefert. So weist die Szenerie meist deutliche Bezüge zu der persönlichen Queste auf und beinhaltet auf bizarre Art ketzerische, sowie pseudosexuelle Elemente.

Jede Erschaffung ist somit individuell und einzigartig, wenn auch innerhalb eines traditionell geprägten Rahmens. Bei der Zeugung eines Nachkommen sollten möglichst viele Angehörige des Hauses zugegen sein zumindest jedoch drei.

Mit der Aufnahme ins Haus legt eine Person ihren Geburtsnamen ab und wählt sich als neuen Namen einen aus der Mythologie.

Sichtweise anderer Vampire:
„Unsere Aufgabe besteht darin, die erkaltende Glut der anderen Vampire wieder anzufachen, auch wenn sie zumeist nicht ahnen, wie sehr sie uns brauchen.“ (Nekhrun)
„Andere Vampire sind sehr interessant, kann man doch sicher einiges von ihnen lernen…und ihnen beibringen!“ (Cassiopeia)

Verhältnis zu Sterblichen:
„Es ist eine Art Symbiose. Sie ernähren uns mit ihrer Fülle an Emotionen und Begierden, doch wir beantworten auch ihre Bedürfnisse auf eine ebenso vitale Weise. Wir sind die Manifestation ihrer dunkelsten Begierden, ihrer fiebrigsten Träume. Der Wunsch nach lustvoller Selbstzerstörung ist stark in ihrer Art, der Wunsch, die Verantwortung, die Zwänge, die Blockaden abzuwerfen und aus fremden Schalen sich an destilliertem Leben zu betrinken. Der Wunsch nach Freiheit im Geiste und Selbsterkenntnis im Fleische, Verwirklichung in Exzess und bittersüßen Untergang. Es ist die Intensität einer Existenz die zählt, nicht deren zeitliche Ausdehnung. Wen wir zum Gespielen erwählen, wird dies erkennen – und wenn es daran ist Abschied voneinander zu nehmen, nimmt er eine bereicherte und befreite Seele mit sich und schenkt uns zum Abschied voller Dank seines Herzens Blut…“ (Nekhrun)
„Sterbliche sind so voller Leben, Leidenschaft und Gefühle. Sie bereiten uns Freude und Abwechslung, weswegen wir sie natürlich auch verwöhnen und fördern, auch wenn sie manchmal dabei „kaputt gehen“.“ (Cassiopeia)

Hintergrund:

Legende über den Ursprung/Gründer des Hauses: 1655 erschien Nekhrun zur feierlichen Eröffnung der Universität in der blühenden Handelsstadt Duisburg und bezog das kurz zuvor fertig gestellte Stammhaus „Morgenrot“. Über seine Vergangenheit und seinen Ursprung ist wenig bekannt, da der Älteste darüber schweigt.

Bekannte Geschichte/allgemeiner Hintergrund des Hauses: Mit der Ankunft von Nekhrun im Jahr 1655 in Duisburg begann der langsame Aufstieg des Hauses, dessen Aufbau Cassiopeia überwacht hatte. Geladene Gäste (Geprägte), durften im Landhaus „Morgenrot“, welches sich einige Kilometer von den damaligen Stadtmauern Duisburgs befand, unvergessliche Nächte verbringen, egal ob sie junge Studenten, Spieler, Lebemänner, Händler oder bekannte Persönlichkeiten waren.

Typische Aussprüche/Philosophie:
- Nur wer die Liebe leidet, lebt sie wahrhaftig
- Die Lust eröffnet uns Herzen, durch die Hintertür des Triebes erwächst aus diesen Herzen unsere Macht.
- Das Blut selbst ist lediglich ein fades rotes Rinnsal, nur der Strom der Leidenschaften, den es trägt, kann uns nähren.
- Liebe ist destillierte Grausamkeit... und doch der einzige Weg zur Erlösung aus dem Jammertal der Leere.
- Der einzige Weg zu unserem inneren Selbst führt über Ekstase und Vergnügen.

Fiktionale oder historische Personen, die die Idee des Hauses verkörpern könnten: Loki, Adonis, Tezcatlipoca, Tlazolteotl, Circe, Gaius Germanicus ‚Caligula’, Cleopatra, Dalilah, Salomé, Hsi Shih, Francois Villon, Don Juan, Tamora, Giacomo Girolamo Casanova, Donatien Alphonse Francois Marquis de Sade, Jeanne-Antoinette Lenormant Poisson aka ‚Madame de Pompadour’, Vicomte de Valmont, Marquise de Merteuil, Mylady de Winter, Lord George Gordon Byron, Charles-Pierre Baudelaire, Anais Nin, Lolita, Betty Page, Pauline Reage.

Charta Familiae - Haus Nekhrun
Datum:   18.06.2004
Autor:   Cassiopeia
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Theater der Vampire - Vampire Live - von M. Schroeder
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