Theater der Vampire - Vampire Live Rollenspiel mit Nordic LARP Elementen -
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2.1. Gabenübertragung - Dunkles Geschenk und Blutraub

"Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden."
(Balthasar Gracián y Morales)

"Mein dunkles Geschenk war so bitter und süß zugleich, dass ich den Drang dazu hatte, mich zu übergeben."
(Chantal, Erwählte des Hauses Lucius)


Das dunkle Geschenk

Auch nachdem ein Vampir seine ersten Gaben durch den dunklen Kuss erhalten hat, ist es möglich, neue Gaben von anderen Vampiren zu erlangen. Man unterscheidet hierbei, ob die Übertragung der Gabe freiwillig oder gezwungen erfolgt.

Die freiwillige Übertragung einer dunklen Gabe bezeichnet man als "dunkles Geschenk".

Es gibt keinen Lernprozess bei der Erlangung von Gaben, denn die dunklen Kräfte eines Vampirs sind instinktiv, sie liegen "im Blut" und sind Teil des Erbes des Vampirs. Gaben werden dementsprechend durch das Blut übertragen. Wer eine Gabe verschenkt, verliert sie selbst.

Gaben werden von Vampiren als kostbarer Besitz angesehen und das Verschenken einer Gabe ist ein echtes Opfer für den Gebenden. Dementsprechend sind solche Übertragungen ein machtvolles Druckmittel und Tauschpfand gegen Loyalität unter den Vampiren.

Der Blutraub

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie man dunklen Gaben erlangen kann – durch eine der schändlichsten Taten, die die Vampire kennen – den Blutraub.

Zu diesem Zweck bringt ein findiger Vampir einen anderen dazu, ihm seine Gabe "freiwillig" zu schenken. Man kann dieser Freiwilligkeit ohne weiteres nachhelfen, indem man jemanden bedroht, ihn erpresst oder ihm einen Erwählten entführt. Gelegentlich hört man auch von Blutraub durch Gefangennahme und Folter durch Feuer, diese Fälle sind aber wirklich selten.

Der Erfindungsreichtum der Vampire und die Möglichkeiten für einen Blutraub scheinen schier endlos zu sein. Entscheidend ist nur, dass die Übertragung willentlich geschehen muss, und dass das Blut des gebenden Vampirs getrunken wird. Wie auch sonst, reicht bereits ein guter Schluck des Blutes aus.

Der Blutraub ist in den meisten Häusern und Orden stark verpönt und wird als ein Verbrechen angesehen. Das gilt vor allem für die eher traditionellen Familien, für die der Blutraub durch ein verfeindetes Haus zu den schändlichsten Ehrlosigkeiten überhaupt zählt. Manche Fehde wurde schon durch einen Blutraub ausgelöst.

Regeltechnisches:

Jeder Vampir kann jede beliebige mindere oder höhere Gabe von einem anderen Vampir erhalten, indem er von diesem Vampir trinkt (ein Schluck genügt) und der Spender in einem willentlichen Akt seine Gabe opfert. Die Gabe wird dann auf der Rollenkarte des Gebers gestrichen und auf der Rollenkarte des Empfangenden vermerkt.

Bei der Übertragung verbraucht sowohl der Gebende, als auch der Empfangende jeweils eine seiner Gabenanwendungen (MS).

Aspektierte unterliegen der Einschränkung, dass sie keine Gabe des Bereiches empfangen können, für den sie keine Veranlagung haben.

Der Tausch von Gaben kann niemals gleichzeitig erfolgen, sondern nur Zug um Zug (so dass man theoretisch auch auf die "Gegenleistung" verzichten könnte).

Es ist auch ohne weiteres möglich, obgleich es eher selten vorkommt, eine höhere Gabe zu erhalten.

Geheime Gaben sind nicht nur im Blut, sondern auch in der mystischen Verbindung zum Haus verankert. Sie sind sozusagen Teil des Erbes des Hauses. Im Gegensatz zu anderen Gaben können sie daher nicht verschenkt oder geraubt werden.

Wenn einem Vampir die geheime Gabe seines Hauses auf irgendeine Weise genommen wird, so ist sie für ihn verloren, bis er sie, beispielsweise durch das Erschaffen eines Nachkommen, wieder zurückgewinnen kann.

2.1. Gabenübertragung - Dunkles Geschenk und Blutraub
Datum:   21.05.2004
Autor:   Mirko
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Theater der Vampire - Vampire Live - von M. Schroeder
erstellt mit PHPKIT Version 1.6.03 © von moonrise und C.C.P. 1.9.1 / TdV-Mod v. M. Schroeder