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Online: Yps, Rowena und 25 Gäste |
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Vampir, Haus Einherjar
(dargestellt von Martin Drescher)
"Wenn Du eine Gefahr siehst, dann greife zum Schwert und versperre ihr den Weg. Dann kneift sie den Schwanz ein. Sie verträgt keinen geraden Blick."
(Alexander Lebed)
Ich bin schreiend und blutverschmiert auf diese Welt gekommen, und genau so gedenke ich Sie wieder zu verlassen.
Ich bin derzeit das Älteste Mitglied des Hauses Einherjar. Zu offiziellen Anlässen trage ich den Titel Jarl, doch da wo ich herkomme, legt man auf so was keinen grossen Wert.
Ich bin alt genug um Häuser und Älteste kommen und gehen gesehen zu haben, sie alle trugen hochtrabende Namen und Titel, doch letztendlich sind auch sie in Vergessenheit geraten.
Geboren wurde ich auf Island, eineinhalb Tagesreisen südöstlich von Husavik, der damaligen Königsstadt der Insel, und wurde in die Reihen der Kinder Odins aufgenommen, noch bevor dieser Cristoforo Colombo einen „neuen“ Kontinent entdeckte, den meine Ahnen schon seit Jahrhunderten unter dem Namen Vinland kannten.
Im Alter von sieben Sommern gab mich mein Vater in die Hände eines fahrenden Ritters.
Wir reisten nach Schottland und verbrachten dort eine lange Zeit, bis mein Herr in folge von Unruhen sein Lehen verlor und wir fliehen mussten. So kamen wir an den Hof Heinrich Tudors, wo wir Aufnahme und im versprechen zur Lehenstreue auch wieder eigenes Land bekamen das war in meinem fünfzehnten Sommer. Im August 1481 gerieten mein Herr und ich während eines Rittes durch seine Ländereien in einen Hinterhalt. Es war das erste Mal seit beginn meiner Ausbildung, das ich in eine ernsthafte Auseinandersetzung geriet. Ein Armbrustbolzen durchschlug die Rüstung meines Herren knapp unterhalb des Herzens, doch gelang es uns trotzdem, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Kurz darauf erhielt ich meine Schwertleite. Ich verliess meinen Lehrer und folgte dem Ruf Heinrichs an seinen Hof und schloss mich, dank meines guten Leumunds, seiner Leibwache an. Im Spätsommer 1485 wurden wir dann unter Waffen gestellt und zogen aus, um gegen König Richard III. zu ziehen, der sich in der Gegend von Market Bosworth aufhalten sollte. Am 22. August 1485 stiessen wir dann auf Richards Heer, welches wir mit einem vollkommenen Sieg aufrieben.
Heinrich wurde zum König gekrönt, mich aber zog es weiter in die Welt. Tod und Elend hatte ich für viele Leben genug gesehen.
Diese Leben hab ich hinter mir. Die Zeit schreitet immer weiter voran und nicht einmal Odin weiss, wann die letzte grosse Schlacht stattfindet.
Seit fast vier Generationen bin ich jetzt Ältester der Einherjar, und ich will meinen, dass es durchaus schlechtere Älteste in unserer Geschichte gab. Ich kann guten Gewissens behaupten, das wir alle dem Namen unseres Hauses Ehre machen werden, wenn die Zeit für uns alle, Götter wie auch Sterblichen und Unsterbliche, gekommen ist.
Doch über Vergangenes zu jammern und Zukünftiges zu rätseln war nie meine Art.
Ich möchte meine Geschichte beenden mit Worten Beowulfs, die auch heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben:
"Nicht rechne ich meine Kraft geringer im redlichen Ringen als Grendels Macht. Drum will ich nicht mit würgendem Schwerte sein Leben kürzen. Auch wenn ich's leicht könnte.
Wenn der Unhold auch stark sein mag, so versteht er doch nicht, mit gezückten Stahl dem stürmenden Feind die Stirn zu bieten, den Schild zu zerhauen, den Helm zu spalten. Nicht kundig ist er des Kampfes mit Wehr und Waffen, rauft er als Riese, nicht ritterlich freilich, doch mit furchtbarer Stärke. Drum besteh ich die Fehde ohne Schwert.
So will ich's! Wenn dann der Würger den Angriff wagt, lege der Schlachtenlenker den Sieg in die Hände dessen, der würdig ihn dünkt!" |
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| Datum: |
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08.04.2009 |
| Autor: |
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Hagen |
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Vampirin, Einzelgängerin
(dargestellt von Friederike Graf)
"Ich wusste das Du hier bist, ich habe Deine Angst gerochen."
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