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Aus der Geschichte des Hauses Lucius
21.12.2004 - 14:47

So begab es sich im März des Jahres 1882, dass sich Lysander von Reims aus dem Hause Lucius und Wilhelm Alexander von Mannsfeld aus dem Hause Greifenhorst auf den Feldern vor Greifswald zum Duell trafen.

Durch eine infame Beleidigung seitens Herrn von Mannfelds, die sich nicht bereinigen ließ, ohne dass Blut vergossen würde, wählte so Herr von Reims den Tag und sein Opponent den Ort des Zusammentreffens.

Der Hadestanz sollte in drei Gängen ausgetragen werden, jeweils mit dem Breitschwert, dem Degen und dem Rapier. Wer nach drei Gängen dem Gegner mehr Treffer beibrächte, sollte zum Sieger erklärt werden. Alle verwendeten Waffen waren unbeseelt, mit Ausnahme der Fechte, mit welcher der Unterlegene, nach Vollendung der drei Waffengänge, gerichtet werden sollte.

Die Sekundanten waren Isidor von Xanten für Herrn von Reims, sowie Viktor Heiligenhaus für Herrn von Mannsfeld.

So ergriffen beide Kontrahenten die Klingen für den ersten Durchgang und stellten sich einander gegenüber auf. Herr von Mannsfeld landete den ersten Treffer, nur wenig oberhalb des Herzens von Herrn von Reims. So ging der erste Durchgang an Herrn von Mannsfeld.

Zum zweiten Durchgang wählten die Duellanten den Degen zur Waffe. Nach minutenlangem hitzigem Gefecht brachte schließlich Herr von Reims seinem Opponenten eine Wunde am Kopf bei.

So ging der zweite Durchgang an Herrn von Reims.

Zum dritten Durchgang stellten sich die Kontrahenten mit dem Rapier dem Gegner. Nach heftigem Schlagabtausch hatten beide Gegner einige Treffer erlitten. Doch nach einer raffinierten Finte gelang es Herrn von Reims seinen Opponenten zu Boden zu schicken.

So war der Hadestanz entschieden, und Herr von Mannsfeld ergab sich in sein Schicksal und wurde, mittels der Fechte dem Hades überantwortet. Der Streit war mit Blut aus der Welt geschafft, und beide Häuser gingen ihrer Wege.

(Entnommen aus Rijksvogts Kompilation der Chronik des Hauses Lucius)


Sid


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